Ratgeber · Leitfaden
Automatisieren mit Mitel Workflow Studio
Mitel Workflow Studio automatisiert, was sonst von Hand erledigt wird: Voicemails, verpasste Anrufe, Eskalationen und Tickets. Hier finden Sie konkrete Beispiele und erfahren, wie Sie mit einem abgegrenzten Pilotprojekt beginnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Workflow startet, wenn etwas passiert, zum Beispiel ein Anruf, eine Nachricht oder ein Vorgang in einem anderen System.
- Workflows werden per Drag-and-drop erstellt, oft auf Basis einer Vorlage.
- Beginnen Sie mit einem messbaren Workflow, etwa Voicemail zu Text oder verpasste Anrufe.
- Sprach-Workflows erfordern das CloudLink Gateway an der Telefonanlage.
- Sorgen Sie immer für einen Weg zu einem Menschen.
So funktioniert ein Workflow
Ein Workflow in Mitel Workflow Studio beginnt mit einem Auslöser: einem Ereignis in Mitels System, zum Beispiel einem Anruf oder einer Sprachnachricht, oder einem Ereignis in einem anderen System. Workflows können auch über Chat, E-Mail, SMS und Webhooks starten.
Nach dem Auslöser werden Aktivitäten auf einer Arbeitsfläche hinzugefügt: SMS senden, ein Ticket anlegen, einen KI-Dienst abfragen, zurückrufen oder eskalieren. Mitels Vorlagen lassen sich als Ausgangspunkt kopieren. Jede Ausführung wird protokolliert, sodass sich Fehler direkt im Werkzeug nachverfolgen lassen, und laut Mitel sind Änderungen ohne Betriebsunterbrechung möglich.
Acht Beispiel-Workflows
| Workflow | So funktioniert es | Quelle |
|---|---|---|
| Voicemail als Text | Die Nachricht wird transkribiert und als Ticket im Support-Tool angelegt. Eine Krankenhausgruppe in Belgien macht das mit ihrer MX-ONE. | Beispiel von Mitel |
| KI-Telefonassistent | Anrufende nennen ihr Anliegen. Der Workflow beantwortet häufige Fragen und verbindet alle anderen Anrufe an die richtige Stelle. | Beispiel von Mitel |
| Eskalation im Außendienst | Eine Störungsmeldung geht mit einer Checkliste an das Technikteam und die Teamleitung und wird eskaliert, wenn niemand quittiert. | Beispiel von Mitel |
| Sprachassistent im Einzelhandel | Das Personal drückt eine Taste am Headset und fragt nach dem Lagerbestand oder nach einer Kollegin oder einem Kollegen, ganz ohne Bildschirm. | Beispiel von Mitel |
| Direkt die richtige Person | Anrufende werden in der Kundendatenbank (CRM) erkannt und richtig verbunden und erhalten eine SMS, sobald ihr Anliegen erfasst ist. | Beispiel von Mitel |
| Gästeanliegen im Hotel | Ein von Mitarbeitenden erfasstes Anliegen erzeugt Aufgaben für Housekeeping, Haustechnik und Rezeption. | Beispiel von Mitel, erfordert Mitel CX |
| Aus dem verpassten Anruf wird ein Ticket | Ein unbeantworteter Anruf in einer Warteschlange erzeugt ein Ticket, und die anrufende Person erhält per SMS die Nachricht, dass Sie zurückrufen. | Unser Beispiel |
| Rufbereitschaft außerhalb der Bürozeiten | Ein Alarm oder Anruf nach Geschäftsschluss geht der Reihe nach an die Personen in der Rufbereitschaft und wird eskaliert, wenn niemand antwortet. | Unser Beispiel |
So planen Sie ein Pilotprojekt
- Wählen Sie einen Workflow für eine Nummer, eine Warteschlange oder eine Abteilung. Er sollte messbar sein und anfangs möglichst ohne sensible personenbezogene Daten auskommen.
- Messen Sie zwei bis vier Wochen lang den Ist-Zustand: Anzahl der Anrufe, verpasste Anrufe, Zeit bis zur Annahme und Nachbearbeitungszeit.
- Prüfen Sie die Voraussetzungen: Telefonanlage und Version stehen auf Mitels Liste, das CloudLink Gateway ist für Sprach-Workflows installiert, das Konto ist in Mitels Administration angelegt und die Lizenzfrage ist geklärt.
- Klären Sie Daten und Regeln: was an Mitels Cloud-Dienst und an den KI-Dienst geht, Verträge zur Auftragsverarbeitung und die Information der Anrufenden.
- Bauen Sie auf einer Vorlage auf und testen Sie mit einer Testnummer.
- Gehen Sie für vier bis acht Wochen in begrenztem Umfang live, mit einem Ersatzweg zu einem Menschen.
- Werten Sie die Ausführungen aus und vergleichen Sie sie mit dem Ist-Zustand.
- Entscheiden Sie, ob der Workflow erweitert, geändert oder beendet wird, und dokumentieren Sie ihn so, dass Sie ihn selbst betreuen können.
Bestandsaufnahme und Pilotprojekt passen wir an Ihre Situation an.
Wo die Daten landen
Workflow Studio läuft in Mitels Cloud-Dienst CloudLink, wo Konten in Europa in Frankfurt oder Irland liegen. Die Telefonanlage kann bei Ihnen bleiben. Nutzt ein Workflow einen KI-Dienst, gehen Daten auch dorthin. Deshalb wird das vor dem Pilotprojekt geprüft und nicht danach.
Zuletzt aktualisiert am 14. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Weitere Fragen
Müssen wir programmieren können?
Nein. Workflows werden per Drag-and-drop erstellt. Eigene Anbindungen an Ihre Systeme sind über Webhooks und APIs möglich, und dabei helfen wir.
Funktioniert das mit unserer Telefonanlage?
Mitel nennt unter anderem MX-ONE, MiVoice Business, MiVoice 5000 sowie OpenScape Voice, 4000 und Business. Wir prüfen Ihre Version.
Müssen wir KI nutzen?
Nein. Viele nützliche Workflows wie SMS-Bestätigungen, Eskalationen und Tickets brauchen keine KI.
Wie lange dauert ein Pilotprojekt?
Das hängt vom Workflow ab. Im oben beschriebenen Ablauf wird der Ist-Zustand zwei bis vier Wochen lang gemessen, danach läuft der Workflow vier bis acht Wochen in begrenztem Umfang. Bestandsaufnahme und Pilotprojekt passen wir an Ihre Situation an.
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